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Strompreise

Aktuelle Strompreise 2026

3 Min. Lesezeit Stand: Juli 2026

Wer seine letzte Stromrechnung zur Hand nimmt und sich fragt, ob der Preis eigentlich noch zeitgemäß ist, bekommt darauf keine einfache Antwort — zu unterschiedlich sind die Tarife, zu volatil der Markt. Im Juli 2026 lässt sich die Lage trotzdem klar zusammenfassen: Wer aktiv vergleicht, zahlt oft nur zwei Drittel dessen, was Kundinnen und Kunden in der Grundversorgung berappen.

Was kostet eine Kilowattstunde Strom aktuell?

Genau beziffern lässt sich der „eine" Strompreis nicht — Verivox, Check24 und Strom-Report kommen je nach Städteauswahl und Stichtag auf leicht unterschiedliche Werte. Die Größenordnung ist aber eindeutig, und sie zeigt vor allem eins: Wie Sie zu Ihrem Vertrag gekommen sind, entscheidet mehr über den Preis als fast alles andere.

VertragsartØ Preis pro kWhJahreskosten bei 4.000 kWh
Neukundentarif mit Preisgarantieca. 23–27 Centca. 920–1.100 €
Bestandsvertrag (Durchschnitt)ca. 31–33 Centca. 1.240–1.320 €
Grundversorgungca. 37–43 Centca. 1.480–1.720 €

Zwischen Grundversorgung und einem frisch abgeschlossenen Neukundentarif liegen damit schnell 300 bis 550 Euro im Jahr — für exakt denselben Strom aus derselben Steckdose. Der Grund dafür ist simpel: Grundversorger müssen jeden Haushalt beliefern, der keinen anderen Vertrag hat, und kalkulieren entsprechend bequem. Wer dagegen aktiv einen Anbieter wählt, profitiert vom Wettbewerb zwischen den Tarifen.

Woraus setzt sich der Strompreis zusammen?

Drei Blöcke bestimmen, was am Ende auf der Rechnung steht. Der erste und einzige, den Anbieter tatsächlich beeinflussen können, ist die Beschaffung und der Vertrieb — also der Einkauf des Stroms an der Börse plus Marge und Kundenservice. Hier entscheidet sich, ob ein Tarif teuer oder günstig ist.

Die Netzentgelte machen mit rund einem Viertel des Preises den zweitgrößten Posten aus. Sie fließen an den jeweiligen Netzbetreiber vor Ort für Bau, Betrieb und Wartung des Stromnetzes — und sind von Region zu Region spürbar unterschiedlich, unabhängig davon, welchen Anbieter Sie wählen.

Den Rest holt sich der Staat: Steuern, Abgaben und Umlagen wie Stromsteuer, Mehrwertsteuer, die KWKG-Umlage oder die Offshore-Netzumlage. 2026 ist dieser Anteil leicht gestiegen, unter anderem weil die KWKG-Umlage von 0,277 auf 0,446 Cent pro Kilowattstunde angehoben wurde — ein Posten, auf den weder Sie noch Ihr Anbieter Einfluss haben.

Warum sind die Preise 2026 so volatil?

Nach der Energiekrise 2022/2023 hatte sich der Markt bis Anfang 2026 tatsächlich beruhigt. Dann kam der Krieg im Iran: Zwischen Februar und April trieb er die Großhandelspreise wieder nach oben, Neukundentarife stiegen im bundesweiten Schnitt von rund 23 auf knapp 27,5 Cent pro Kilowattstunde. Seitdem geht es langsam wieder bergab, auch wenn das Niveau von vor Kriegsbeginn noch nicht ganz erreicht ist. Gleichzeitig wirken zwei Dinge in die andere Richtung: Ein Bundeszuschuss zu den Übertragungsnetzentgelten senkt die Netzkosten, und der hohe Anteil erneuerbarer Energien im Strommix dämpft die Preise zusätzlich.

Was bedeutet das für Sie?

Kurz gesagt: Wer noch nie gewechselt hat oder in einem alten Vertrag feststeckt, zahlt vermutlich deutlich mehr, als nötig wäre. Ein Wechsel in einen Neukundentarif mit Preisgarantie spart aktuell typischerweise 25 bis 40 Prozent der Stromkosten — und weil sich die Angebote wöchentlich ändern können, lohnt sich ein Blick auf Ihre eigene Postleitzahl mehr als jeder Durchschnittswert.

Quellen: Verivox Haushaltspreis Strom, Strom-Report, Check24, BDEW-Strompreisanalyse, StromAuskunft.de. Alle Angaben sind bundesweite Durchschnittswerte und können regional sowie tarifabhängig abweichen. Verbindlich sind stets die Angaben im Vergleichsrechner.

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